Wirtschaftsland 08/2012:


Wirtschaftsland 08/2012

Innovation im Praxistest: Trimobil bewährt sich in Wacken

Wacken Open Air (W:O:A) – das weltgrößte Heavy-Metal Festival und das größte deutsche Open-Air-Festival – war vom 2. bis 4. August 2012 Bühne für mehr als 100 Bands und erstmals Einsatzort für vier Trimobil-Lasten-Dreiräder.

Mit Hilfe dieser leichten pedalbetriebenen Fahrzeuge der Firma Toxy Liegerad GmbH aus Brande-Hörnerkirchen (Kreis Pinneberg) wurden Getränkeflaschen eingesammelt und zum mobilen Entsorgungs-Zentrum transportiert. Bei etwa 90.000 Besuchern waren die Reinigungskräfte auf dem 270 Fußballfelder großen Gelände rund um die Uhr mit den Rädern unterwegs. Die Festival-Organisatoren hatten sich für diese Fahrzeuge entschieden, um die Veranstaltung noch umweltfreundlicher und sicherer zu gestalten. Toxy hatte die vier Velomobile eigens für dieses Großereignis mit Sonderaufbauten im schwarzen W:O:A-Design ausgestattet.

E-Antrieb zur Unterstützung

Entwicklung und Testphase des Trimobils waren im vergangenen Jahr bereits abgeschlossen. „Mit großem Erfolg wurden die Prototypen auf den deutschen Fahrradmessen vorgestellt“, erklärt Toxy-Geschäftsführer Arved Klütz. Die Neuentwicklung ist 2,40 Meter lang und für drei Personen oder eine Zuladung von 300 Kilogramm geeignet. Die Fahrzeuge sind mit „optimalem E-Antrieb" ausgestattet. Hierbei wird beim Treten der vorderen Pedale ein drehmomentstarker Nabenmotor im linken Hinterrad aktiviert, der in unterschiedliche Fahrmodi einstellbar ist. Da es sich um einen sogenannten Pedelec-Antrieb handelt, der bis max. 25 km/h das Treten unterstützt und das Fahrrad schmaler als ein Meter ist, darf das Trimobil auch mit Motor führerschein-, versicherungs- und zulassungsfrei auf Radwegen fahren.

Umweltfreundlicher Transporter

In Wacken hat sich nach Ansicht von Klütz gezeigt, dass das „Dreirad“ nicht nur als Familienfahrzeug und Fahrrad-Taxi im Tourismus funktioniert, sondern auch als ökologischer und wirtschaftlicher Transporter für Industrie und Logistik. Die Entwicklung dieses Fahrrades wurde im Rahmen des Programms „Umweltinnovation“ des Zukunftsprogramms Wirtschaft gefördert.